WordPress ohne Plugins erweitern & optimieren

Das CMS WordPress ist für die Erstellung von Websites und vor allem Blogs sehr beliebt. Ein Grund hierfür ist die schier unendliche Menge an verfügbaren Plugins, mit der sich WordPress leicht erweitern lässt. Aktuell sind über 55.000 Plugins im offiziellen WordPress-Plugin-Verzeichnis gelistet.

Generell spricht nichts gegen den Einsatz von Plugins, aber diese können auch zu ungewollten Problemen führen. Aus diesem Grund kann es empfehlenswert sein, einfache Funktionen, wie z.B. die Anzeige der letzten Artikel in der Sidebar oder die Anzeige themenrelevanter Artikel unter einem Artikel, auch ohne die Installation zusätzlicher Plugins in eurem Blog zu integrieren.

Im Rahmen dieser Beitragsserie zeige ich euch, wie ihr WordPress ohne zusätzliche Plugins um einfache Funktionalitäten sinnvoll erweitern könnt.

Teile der Beitragsserie

Im Folgenden findet ihr eine Auflistung aller Teile der Beitragsserie:

  1. Start der Beitragsserie
  2. Top-Kommentatoren anzeigen
  3. Letzte bzw. neueste Kommentare anzeigen
  4. Ähnliche bzw. themenrelevante Artikel anzeigen
  5. Letzte bzw. neueste Artikel anzeigen
  6. Pagination erstellen
  7. Zufällige Artikel anzeigen
  8. Zukünftige bzw. geplante Artikel anzeigen
  9. Meistkommentierte Artikel anzeigen
  10. Artikel-Views (Seitenaufrufe) anzeigen
  11. Meistgelesene Artikel anzeigen
  12. Artikelanzahl anzeigen
  13. Kommentaranzahl anzeigen
  14. Individuelle 404-Fehlerseite erstellen
  15. Template für passwortgeschützte Seite erstellen
  16. Eigenes Widget erstellen
  17. Anzahl Kommentare pro Kategorie anzeigen
  18. Anzahl Kommentare pro Autor anzeigen

Was sind Plugins?

Plugins lassen sich in WordPress mit wenigen Klicks installieren und erweitern den Funktionsumfang von WordPress. Dabei kann es sich um kleinere als größere Erweiterungen handeln. Beispielsweise gibt es simple Plugins, die z.B. themenrelevante Artikel, sogenannte Related Posts, für einen bestehenden Artikel anzeigen. Es gibt aber auch komplexe Plugins, die eure WordPress-Website in ein umfassendes E-Commerce-System umwandeln.

Gründe gegen den übermäßigen Einsatz von Plugins

Auch wenn ein Plugin in WordPress schnell installiert ist, so solltet ihr immer abwegen, ob ihr ein bestimmtes Plugin wirklich benötigt oder nicht. Neben der Anzahl ist es vor allem die Qualität der installierten Plugins, die entscheidend dafür sein kann, ob sich die Plugins negativ auf euren WordPress-Blog auswirken. Nicht jedes Plugin ist z.B. von einem erfahrenen Entwickler programmiert oder wird kontinuierlich aktualisiert und gewartet.

Die häufigsten Probleme die durch Plugins, besonders jene die von geringer Qualität sind, auftreten können:

  • Sicherheitslücken (z.B. Kontaktformular-Plugin, dass anfällig für XSS ist)
  • Website-Abstürze (z.B. weil das Caching-Plugin nicht richtig funktioniert)
  • verschlechterte Website-Performance/-Geschwindigkeit (z.B. weil ein Plugin schlecht implementierte und/oder zu viele Datenbankanfragen stellt, zu viele CSS-/JavaScript-Dateien nachlädt etc.)
Anmerkung

Die in dieser Beitragsserie vorgestellten Code-Schnipsel sind letztendlich nichts anderes als Plugins. Der Vorteil ist, dass ihr keinen zusätzlichen Drittanbieter-Plugins vertrauen müsst. Zudem könnt ihr eure eigenen Code-Schnipsel bzw. Plugins individuell anpassen als auch gezielt hinsichtlich Performance sowie Sicherheit optimieren (das nötige Fachwissen vorausgesetzt).

Worauf bei der Auswahl eines Plugins zu achten ist?

Bevor ihr ein Plugin installiert, solltet ihr folgende Punkte bedenken bzw. berücksichtigen:

  • Prüfen, ob sich die gewünschte Funktionalität nicht auch ohne Installation eines zusätzlichen (Drittanbieter-)Plugins umsetzen lässt.
  • Das gewünschte Plugin nur aus vertrausenswürdigen Quellen, vorzugsweise nur aus dem offiziellen WordPress-Plugin-Verzeichnis, herunterladen und installieren.
  • Sicherstellen, dass das entsprechende Plugin regelmäßig gewartet bzw. aktualisiert wird und auf Supportanfragen und Bug-Tickets zeitnah reagiert wird.
  • Die Anzahl der Downloads sowie die Benutzer-Bewertungen berücksichtigen.
  • Prüfen, ob der Autor bzw. Entwickler des Plugins vertrauenswürdig ist. Hat dieser bereits andere sich bewährte Plugins veröffentlicht?
  • Im Idealfall Plugin erst in einer Testumgebung ausprobieren, bevor ihr es in eurem Live-WordPress installiert.

Fazit

Ohne Plugins wäre WordPress wahrscheinlich nicht so populär wie es heutzutage ist. Allerdings solltet ihr euch immer bewusst überlegen, für welche Erweiterungen ihr wirklich ein zusätzliches Drittanbieter-Plugin benötigt. Kleinere Erweiterungen könnt ihr, wie im Rahmen dieser Beitragsserie vorgestellt, auch mit eigenen Plugins in Form von überschaubaren Code-Schnipseln umsetzen.

Feedback

Für Feedback zum Beitrag, seien es Fragen, Korrigierungen und/oder Anregungen, könnt ihr mir gerne eine Nachricht per E-Mail oder Mastodon schreiben (siehe Kontakt).